The illusion of choice in behaviour modification therapy

Michelle Sutton

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During April autistic adults take the opportunity when people are raising „awareness“ to push back against some of the ideas commonly held by non autistic people about what is good for autistic people.

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Wollen Rechte mit Dir reden?

Analysehose aus, Melancholiehose an.

Zum Thema „mit Rechten Reden“ eine kleine Erfahrung in einem Facebook-Thread:

Rechter: „Beruf?“
Ich: „Warum?“
R: „BERUF?!?!“
I: „Geringfügig + Mindestsicherung“
R: „Mit Leuten die ich durchfüttern muss red ich nicht.“

Da gibt es ein neues Buch das durch die Kanäle der bürgerlichen Medien gejagt wird, als stünde was Richtiges drin. „Mit rechten reden“ heißt es und soll aber keine Aufforderung sein aber irgendwie doch aber nicht so richtig. Ich empfehle die Rezension von Leo Fischer in ND dazu. Ich hab nur ein paar kleine Anmerkungen:

Scheint als würde dieses Buch alles beinhalten was an der akademischen Welt so nervt: das verhüllen des eigenen Standpunkts in irgendwelches umständliches Theorievokabular zum Beispiel. Oder permanente Selbstbeweihräucherung inklusive Autoritäts“argument“ („ich als Philosoph…“). und dieser Standpunkt heißt: stumpfe Mitte. Und vor allem: Die linken sind schuld. Weil: Dass die Rechten überhaupt in einen Diskurs eintreten wollen wird vorausgesetzt. Und wenn sie es nicht wollen?…

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Der Schutz der Pseudonyme

Und, was hier jetzt nicht weiter erwähnt worden ist: Es handelt sich nicht um ein Argument. In dem Moment geht es nicht mehr um die Kritik, sondern um ein Detail über die Person, die Kritik äußert. Ein sogenanntes „ad hominem“-Argument, ein logischer Fehlschluss, der oft zum Diskreditieren valider Kritik eingesetzt wird.

Elodiylacurious

Manche Dinge müssen scheinbar mehrmals gesagt werden.

Vor etwa einem Monat ließ ich mich schon einmal auf Twitter darüber aus, was es für manch einen von uns bedeutet, unsere Identitäten schützen zu können. Eben dadurch, dass wir in den Blogs, auf Twitter und eventuell auch auf Facebook nicht mit unseren Klarnamen unterwegs sind, sondern unter selbstgewählten Pseudonymen.

Der Strang vor einem Monat entstand als Reaktion eines Politikers, der in einer Diskussion mit Butterblumenland und Munterbunt. Um Mal die Auszüge zu zeigen, in denen gerade das Verwenden von Pseudonymen kritisiert wurde;

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Was mich ein neues Rezept an Energie kostet

Ich hatte vor einiger Zeit mal angedacht, selbst kochen zu wollen. Dies lief ungefähr so, wie hier beschrieben.

Im Internet stoße ich auf das Rezept für einen Fenchelsalat. Ich lese das Rezept und google, wie ein Fenchel aussieht, damit ich im Laden danach suchen kann. Die Mengenangaben stressen mich jetzt schon, weil ich nicht weiß, ob ich die korrekten Mengen zusammen bekomme. Ich muss auch ein paar mir unbekannte Gewürze holen.
Energielevel: 90 %

Im Laden kann ich den Fenchel nicht finden. Ich muss eine Mitarbeiterin ausfindig machen und mit ihr sozial interagieren. Neben dem generellen Einkaufsstress (Lichter, Geräusche, anstehen, bezahlen und währenddessen ständig NT spielen). Ich habe absichtlich am Samstag eingekauft, damit ich ansonsten keine Termine mehr haben muss.
Energielevel: 65 %

Zu Hause stelle ich fest, dass der Fenchel sehr viel schwieriger zu schneiden ist als ich antizipiert hatte. Es ist sehr mühsam, ihn klein genug zu kriegen und er riecht ungewohnt. Ich brauche sehr lange dafür. Durch die ungenauen Angaben im Rezept weiß ich oft nicht, was genau ich tun soll. Die Schritte sind nicht gut genug herunter gebrochen und es gibt zu viel Ermessensspielraum. Ich werde frustriert.
Energielevel: 35 %

Das Essen an sich ist nochmal schwierig, da ich noch nie Fenchel gegessen habe. Er schmeckt also logischerweise ungewohnt und ich kann mich dabei nicht entspannen. Es ist wie Hausaufgaben machen.
Energielevel: 15 %

Ich müsste eigentlich noch aufräumen und abwaschen (keine Spülmaschine), doch dazu bin ich zu erschöpft und verbringe meine Restenergie lieber mit etwas, das für mich angenehm und vertraut ist, spielen, Videos gucken oder so etwas. Ich habe die Erfahrung vor allem ressourcenintensiv in Erinnerung und werde dementsprechend in nächster Zeit keine neuen Rezepte ausprobieren können, ich brauche Erholungszeit davon.

Die Frage ist jetzt, wie ist es möglich, unter diesen Umständen seine Ernährung umzustellen?

Als verkappter Behinderter auf der Regelschule

Ich sagte im letzten Reblog, dass ich darüber schreiben wollte, dass früher unerkannt Behinderte ganz normal auf Regelschulen waren und dort auch überlebten. Stichwort ist hier tatsächlich „überleben“, denn eine angenehme Erfahrung war dies oft für keinen unmittelbar Betroffenen, einschließlich der Lehrer und Eltern.
Inklusion an der Schule wird oft in Frage gestellt mit dem Argument, dass behinderte Kinder nicht so viel leisten könnten wie normale Kinder, was an sich nicht stimmt. Ein Kind, das sich mit einem Rollstuhl fortbewegt, ist nicht notwendigerweise dadurch auch geistig eingeschränkt. Umgekehrt können auch Lernbehinderte mit der richtigen Förderung viel erreichen. Des weiteren wurde keiner meiner Mitschüler schlechter in Mathe, nur weil ich schlecht in Mathe war.
So können autistische Schüler normalerweise durchaus gute Leistungen in Regelschulen erbringen. Der Beweis sind die zigtausenden unerkannten und als Kind undiagnostizierten Autisten, die ihre Schulzeit an Regelschulen verbrachten, denn Autismus ist eine „unsichtbare“ Behinderung, die teilweise erst im Erwachsenenalter entdeckt wird.

Ich war in meiner Schulzeit diagnostiziert hochbegabt* und undiagnostiziert autistisch, eine „Fun Combo“, wie ich auf Twitter sarkastisch schrieb. Dies hieß, die Erwartungen an mich selbst waren hoch, wenn ich Probleme hatte, wusste keiner, wieso ich diese Probleme hatte, ich war doch sonst so klug. Erst seit ein paar Jahren ist der Autismus diagnostiziert und erst seitdem lerne ich langsam, welche Dinge tatsächlich behinderungsbedingt nicht möglich oder eben sehr anstrengend für mich sind, beziehungsweise was genau damals in bestimmten Situationen eigentlich schief lief.
Nichtsdestotrotz habe ich es geschafft, durch die Grundschule zu kommen, durch drei Gymnasien (wegen regelmäßiger Umzüge), das Abitur mit der damaligen Berliner Durchschnittsnote abzuschließen und inzwischen meinen Bachelor errungen zu haben. Alles ohne Inklusionshilfen wie Assistenz, Förderpläne, zieldifferentes Lernen, Ruheräume, Kopfhörer oder Aufklärung des Lehrkörpers und der Mitschüler über mein So-Sein und meine Probleme. Das Fehlen dieser Hilfen führte bei mir zu einer depressiven Episode inklusive Suizidgedanken und dem Gefühl, die Schule wäre ein Gefängnis. Da das Abitur aber bereits in Sichtweite war (RW), konnte ich mich irgendwie durchhangeln. Danach wurde es dann tatsächlich besser, doch da meine Probleme mit der Organisation nicht wie von mir erwartet mit dem Alter besser wurden, habe ich die Diagnose gesucht, um Hilfe zu erhalten. Diese werde ich nun hoffentlich bald in Form einer Betreuung bekommen. Mein Bachelorabschluss wird also die letzte Bildungsetappe sein, die ich gänzlich ohne spezifische Unterstützung bewältigen musste. Das klingt jetzt sehr so, als ob ich das „trotz“ meines Autismus geschafft hätte, aber das stimmt so nicht. Ich habe eine Schulkarriere geschafft trotz der fehlenden Unterstützung, die ich gebraucht hätte. Ich habe die Schulzeit mit meinem Autismus und meiner Hochbegabung geschafft, denn diese sind Teile von mir.

Meine Schulkarriere hätte von autismusspezifischen Hilfen ziemlich sicher profitiert und meine depressive Episode hätte vielleicht gänzlich vermieden werden können. Ich denke, die Spätdiagnostizierten, die auch auf Regelschulen waren, können mir hier zustimmen. Nicht nur wäre allein schon durch das Wissen für mich vieles einfacher gewesen, ich hätte auch früher lernen können, wo meine Grenzen sind und mich nicht permanent überfordert.

Doch worauf ich hinauswollte: Diese undiagnostizierten Autisten, die die Regelschule überlebt haben, zeigen, dass dies durchaus möglich ist und keiner der „Normalen“ darunter leidet, dass diese Schüler dort sind. Das Potential dieser Menschen wäre auf einer Sonderschule vergeudet worden. Ich bin froh, dass es durch inklusive Beschulung heutigen autistischen Kindern einfacher gemacht wird, ihr Potential zu entfalten und dabei auf sich selbst zu achten.


* Eigentlich ja „überdurchschnittlich intelligent“, denn mein gemessener IQ liegt bei 128 Punkten, zwei Punkte unter einer offiziellen Hochbegabung. IQ-Tests und Autisten sind allerdings nochmal ein anderes Thema.

Wahlfreiheit?

Früher gingen behinderte Kinder auch ganz normal auf Regelschulen – dies waren die Undiagnostizierten. Darüber werde ich mal separat was bloggen.

Elodiylacurious

Ein Argument, was mir in einer heutigen Diskussion über Inklusion unterkam; Die Wahlfreiheit der Eltern. Diese sollen selbst entscheiden dürfen, ob ihr behindertes Kind eine Förderschule oder eine Regelschule besucht. Ein Argument, was man durchaus öfters hört.

Mal abgesehen davon dass ich mich immer wieder frage, wo diese Wahlfreiheit in der UN-BRK festgeschrieben ist (denn auch das taucht immer Mal gerne auf), worin besteht diese Wahl denn nun tatsächlich?

Ich habe das Gefühl, dass es aktuell eine Wahl zwischen Pest und Cholera ist.

Wählen die Eltern für ihr Kind die Förderschule, müssen sie damit rechnen, dass ihr Kind höchstwahrscheinlich keinen Abschluss machen wird. Wie insgesamt 80% der Förderschulabgänger. Es ist höchstwahrscheinlich, dass das Kind nach der Förderschule in einer Behindertenwerkstatt arbeiten wird. Von den dort beschäftigten (die unter Mindestlohn bezahlt werden), schafft es ebenfalls noch ein Bruchteil in den ersten Arbeitsmarkt. Sprich, im Fördersystem haben wir eine gewaltige Wahrscheinlichkeit dafür…

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Die Bedeutung von Regeln

NTs haben so große Schwierigkeiten, sich auf die Bedürfnisse anderer einzustellen, es ist erschreckend! Diese armen Wesen, so schwer normalismusbehindert ._.

Elodiylacurious

Gestern kam es mir so vor, als würde ich eine der elementarsten Alltagsfähigkeiten verlieren. Die Fähigkeit, in einem Supermarkt einkaufen zu gehen. Elementar deshalb, weil daran meine ganze Lebensmittelversorgung hängt. Mag sein, dass einige Ketten jetzt auch Lebensmittel liefern. Doch ich wohne da in keinem der Liefergebiete.

Was aber ist passiert?

Ich gehe Lebensmittel immer im selben Supermarkt einkaufen. Ein kleiner, welcher von meiner Wohnung her fußläufig zu erreichen ist. Für mich, die weder Auto noch Führerschein besitzt, ist das auch so ziemlich die einzige Möglichkeit, einkaufen zu gehen.

Nur verhalten sich in letzter Zeit die Kassierer immer unberechenbarer.

Im September wollte ich ein Sixpack Cola holen. Keine meiner Standardeinkäufe. Ich habe nur immer kleine 0,5er Flaschen Cola zu Hause, als Mittel gegen plötzliche Kreislaufprobleme. Die Sofabesetzerin trank diese nun aber fleißig weg, also musste ein 1,5er Sixpack her. Mir ging es an dem Tag so schon nicht gut. Routiniert…

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