Was ist Inklusion? Oder: warum sich Leute streiten, die für das gleiche kämpfen

Essays aus dem Elfenbeinhochhaus

Es heißt nicht „behindert“, es heißt „besonders“. Oder wenigstens „Mensch mit Behinderung“. Während einige von euch nun zustimmend nicken, dreht sich anderen vielleicht der Magen um.

Soll das behinderte Kind am ganz normalen Unterricht, z. B. mittels Nachteilsausgleich oder mit Hilfe einer Schulbegleitung, teilnehmen oder soll sich der Unterricht für alle Kinder verändern und für alle ein differenziertes Angebot bereit halten?

Am besten lernt ein Kind schon früh, sich so zu verhalten, dass seine Behinderung nicht auffällt – oder soll es lernen, sich mit und wegen seiner Behinderung wertzuschätzen?

Entlang der Antworten an diesen drei Polen lässt sich das Trilemma der Inklusion beschreiben. Dilemma kennen wir: Man muss sich zwischen zwei Alternativen entscheiden. Beim Trilemma verbinden sich zwei Pole, aber das Dritte ist logisch ausgeschlossen. In der Theorie der trilemmatischen Inklusion, die von Mai-Ahn Boger entwickelt wurde, sind diese Pole:

Inklusion ist Dekonstruktion.

Das bedeutet, die Kategorie der…

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