Ohnmacht

Elodiylacurious

Stellt euch Mal vorm, ihr hättet eine Diagnose, die jeden Bereich eures Lebens beeinflusst. Manche stärker, andere schwächer. Aber die Auswirkungen dessen, was da mit einem Zahlen-Buchstabenkürzel aus dem ICD beschreiben wird, sind überall spürbar. Weil ihr fast überall schlicht anders seit als der gesamte Rest.

Stellt euch vor, es reicht so gut wie nie, wenn ihr diese Diagnose benennt. Die Menschen wissen nicht, wie sie mit euch umgehen sollen. Ihr werdet entweder trotzdem genauso behandelt wie jeder andere, oder wie ein rohes Ei. Entweder ihr sollt euch genauso verhalten, als wärt ihr genauso wie der Rest der Menschheit, oder ihr seid angeblich komplett unfähig. Egal, welche Leistungen ihr bisher erbracht habt. Scheinbar einfache Dinge könnt ihr nicht, also könnt ihr auch den gesamten Rest nicht. Nur, was für andere leicht ist, ist für euch verdammt schwer. Umgekehrt sind aber Dinge, die für andere schwer sind, für euch sehr leicht…

Ursprünglichen Post anzeigen 858 weitere Wörter

Advertisements

Das „authentischste“ Historienspiel aller Zeiten?! Die gewaltige Schräglage von „Kingdom Come: Deliverance“

Holy shit. Am besten von den Spielen dieses Entwicklerstudios einen gesunden Abstand halten.

Let's Play History

Der 13. Februar lässt das Herz von Historygamer*innen und Mittelalterfans höher schlagen. Heute in einem Monat erscheint das vermeintlich „realistischste“ Historienspiel, das jemals über digitale Bildschirme flimmerte. Doch das Spiel hat ein massives Problem: seine „Macher“.

Ursprünglichen Post anzeigen 2.938 weitere Wörter

Das Glas ist halb voll

Präzis und Kopflos

Meine Lieblingsthese in Bezug auf den Rechtsrutsch ist, an guten Tagen, dass er unter anderem eine Reaktion auf progressive Entwicklungen ist: WEIL Minderheiten und Frauen* lauter geworden sind, sich zeigen, mitreden, Dinge fordern, gibt es so heftige Reaktionen. Der Ruf nach Re-Traditionalisierung, der zunehmende Antifeminismus, Anti-Gender und die aufkeimenden rassistischen und ausländerfeindlichen Ressentiments und Attacken, das Abwatschen einer angeblichen Political Correctness, die Forderung nach starken nationalen Grenzen oder Grenzen im Kopf sind ein Zeichen dafür, dass alte Gewissheiten tatsächlich ins Wanken geraten sind. Das weisse Hetero-Patriarchat liegt in den letzten Zügen, auch die letzten Hinterwäldler realisiert gerade, dass Einwanderungsgesellschaft und ‚Multikulti’ ausgemachte Tatsachen sind.

Wie sich zeigt, ist das nicht ungefährlich, denn es wird aggressiv dagegen gehalten. Das Pendel schlägt derzeit, machen wir uns nichts vor, hart zurück. Wie das alles ausgeht ist, angesichts des beängstigenden Erfolges autokratischer Politikstile (Trump, Putin, AfD, SVP usw.), überhaupt nicht ausgemacht. Die neuste alte…

Ursprünglichen Post anzeigen 974 weitere Wörter

The illusion of choice in behaviour modification therapy

Michelle Sutton

You can listen to this article as part of a podcast on The Neurodivecast by Alex Kronstein. Click << here >> to open the podcast site in a new window. This article is read first. Keep listening for other excellent articles on the topic of ABA and behaviour modification therapy.

During April autistic adults take the opportunity when people are raising „awareness“ to push back against some of the ideas commonly held by non autistic people about what is good for autistic people.

Ursprünglichen Post anzeigen 599 weitere Wörter

Wollen Rechte mit Dir reden?

Analysehose aus, Melancholiehose an.

Zum Thema „mit Rechten Reden“ eine kleine Erfahrung in einem Facebook-Thread:

Rechter: „Beruf?“
Ich: „Warum?“
R: „BERUF?!?!“
I: „Geringfügig + Mindestsicherung“
R: „Mit Leuten die ich durchfüttern muss red ich nicht.“

Da gibt es ein neues Buch das durch die Kanäle der bürgerlichen Medien gejagt wird, als stünde was Richtiges drin. „Mit rechten reden“ heißt es und soll aber keine Aufforderung sein aber irgendwie doch aber nicht so richtig. Ich empfehle die Rezension von Leo Fischer in ND dazu. Ich hab nur ein paar kleine Anmerkungen:

Scheint als würde dieses Buch alles beinhalten was an der akademischen Welt so nervt: das verhüllen des eigenen Standpunkts in irgendwelches umständliches Theorievokabular zum Beispiel. Oder permanente Selbstbeweihräucherung inklusive Autoritäts“argument“ („ich als Philosoph…“). und dieser Standpunkt heißt: stumpfe Mitte. Und vor allem: Die linken sind schuld. Weil: Dass die Rechten überhaupt in einen Diskurs eintreten wollen wird vorausgesetzt. Und wenn sie es nicht wollen?…

Ursprünglichen Post anzeigen 371 weitere Wörter

Der Schutz der Pseudonyme

Und, was hier jetzt nicht weiter erwähnt worden ist: Es handelt sich nicht um ein Argument. In dem Moment geht es nicht mehr um die Kritik, sondern um ein Detail über die Person, die Kritik äußert. Ein sogenanntes „ad hominem“-Argument, ein logischer Fehlschluss, der oft zum Diskreditieren valider Kritik eingesetzt wird.

Elodiylacurious

Manche Dinge müssen scheinbar mehrmals gesagt werden.

Vor etwa einem Monat ließ ich mich schon einmal auf Twitter darüber aus, was es für manch einen von uns bedeutet, unsere Identitäten schützen zu können. Eben dadurch, dass wir in den Blogs, auf Twitter und eventuell auch auf Facebook nicht mit unseren Klarnamen unterwegs sind, sondern unter selbstgewählten Pseudonymen.

Der Strang vor einem Monat entstand als Reaktion eines Politikers, der in einer Diskussion mit Butterblumenland und Munterbunt. Um Mal die Auszüge zu zeigen, in denen gerade das Verwenden von Pseudonymen kritisiert wurde;

Ursprünglichen Post anzeigen 1.076 weitere Wörter

Was mich ein neues Rezept an Energie kostet

Ich hatte vor einiger Zeit mal angedacht, selbst kochen zu wollen. Dies lief ungefähr so, wie hier beschrieben.

Im Internet stoße ich auf das Rezept für einen Fenchelsalat. Ich lese das Rezept und google, wie ein Fenchel aussieht, damit ich im Laden danach suchen kann. Die Mengenangaben stressen mich jetzt schon, weil ich nicht weiß, ob ich die korrekten Mengen zusammen bekomme. Ich muss auch ein paar mir unbekannte Gewürze holen.
Energielevel: 90 %

Im Laden kann ich den Fenchel nicht finden. Ich muss eine Mitarbeiterin ausfindig machen und mit ihr sozial interagieren. Neben dem generellen Einkaufsstress (Lichter, Geräusche, anstehen, bezahlen und währenddessen ständig NT spielen). Ich habe absichtlich am Samstag eingekauft, damit ich ansonsten keine Termine mehr haben muss.
Energielevel: 65 %

Zu Hause stelle ich fest, dass der Fenchel sehr viel schwieriger zu schneiden ist als ich antizipiert hatte. Es ist sehr mühsam, ihn klein genug zu kriegen und er riecht ungewohnt. Ich brauche sehr lange dafür. Durch die ungenauen Angaben im Rezept weiß ich oft nicht, was genau ich tun soll. Die Schritte sind nicht gut genug herunter gebrochen und es gibt zu viel Ermessensspielraum. Ich werde frustriert.
Energielevel: 35 %

Das Essen an sich ist nochmal schwierig, da ich noch nie Fenchel gegessen habe. Er schmeckt also logischerweise ungewohnt und ich kann mich dabei nicht entspannen. Es ist wie Hausaufgaben machen.
Energielevel: 15 %

Ich müsste eigentlich noch aufräumen und abwaschen (keine Spülmaschine), doch dazu bin ich zu erschöpft und verbringe meine Restenergie lieber mit etwas, das für mich angenehm und vertraut ist, spielen, Videos gucken oder so etwas. Ich habe die Erfahrung vor allem ressourcenintensiv in Erinnerung und werde dementsprechend in nächster Zeit keine neuen Rezepte ausprobieren können, ich brauche Erholungszeit davon.

Die Frage ist jetzt, wie ist es möglich, unter diesen Umständen seine Ernährung umzustellen?