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Wahlfreiheit?

Früher gingen behinderte Kinder auch ganz normal auf Regelschulen – dies waren die Undiagnostizierten. Darüber werde ich mal separat was bloggen.

Elodiylacurious

Ein Argument, was mir in einer heutigen Diskussion über Inklusion unterkam; Die Wahlfreiheit der Eltern. Diese sollen selbst entscheiden dürfen, ob ihr behindertes Kind eine Förderschule oder eine Regelschule besucht. Ein Argument, was man durchaus öfters hört.

Mal abgesehen davon dass ich mich immer wieder frage, wo diese Wahlfreiheit in der UN-BRK festgeschrieben ist (denn auch das taucht immer Mal gerne auf), worin besteht diese Wahl denn nun tatsächlich?

Ich habe das Gefühl, dass es aktuell eine Wahl zwischen Pest und Cholera ist.

Wählen die Eltern für ihr Kind die Förderschule, müssen sie damit rechnen, dass ihr Kind höchstwahrscheinlich keinen Abschluss machen wird. Wie insgesamt 80% der Förderschulabgänger. Es ist höchstwahrscheinlich, dass das Kind nach der Förderschule in einer Behindertenwerkstatt arbeiten wird. Von den dort beschäftigten (die unter Mindestlohn bezahlt werden), schafft es ebenfalls noch ein Bruchteil in den ersten Arbeitsmarkt. Sprich, im Fördersystem haben wir eine gewaltige Wahrscheinlichkeit dafür…

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Die Bedeutung von Regeln

NTs haben so große Schwierigkeiten, sich auf die Bedürfnisse anderer einzustellen, es ist erschreckend! Diese armen Wesen, so schwer normalismusbehindert ._.

Elodiylacurious

Gestern kam es mir so vor, als würde ich eine der elementarsten Alltagsfähigkeiten verlieren. Die Fähigkeit, in einem Supermarkt einkaufen zu gehen. Elementar deshalb, weil daran meine ganze Lebensmittelversorgung hängt. Mag sein, dass einige Ketten jetzt auch Lebensmittel liefern. Doch ich wohne da in keinem der Liefergebiete.

Was aber ist passiert?

Ich gehe Lebensmittel immer im selben Supermarkt einkaufen. Ein kleiner, welcher von meiner Wohnung her fußläufig zu erreichen ist. Für mich, die weder Auto noch Führerschein besitzt, ist das auch so ziemlich die einzige Möglichkeit, einkaufen zu gehen.

Nur verhalten sich in letzter Zeit die Kassierer immer unberechenbarer.

Im September wollte ich ein Sixpack Cola holen. Keine meiner Standardeinkäufe. Ich habe nur immer kleine 0,5er Flaschen Cola zu Hause, als Mittel gegen plötzliche Kreislaufprobleme. Die Sofabesetzerin trank diese nun aber fleißig weg, also musste ein 1,5er Sixpack her. Mir ging es an dem Tag so schon nicht gut. Routiniert…

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Behindert … aber nicht behindert genug

Wer als „low-functioning“ eingeteilt wird, dem werden seine Fähigkeiten ignoriert, wer als „high-functioning“ angesehen wird, bei dem werden die Probleme ignoriert.

Elodiylacurious

Seit Ende August ist es offiziell; Ich bin behindert.

Nachdem ich im Januar nach langem hin und her endlich den Antrag auf „Festellung des Grads der Behinderung“ gestellt habe (es gab aus bestimmten Gründen Verzögerungen) kam dann endlich der Feststellungsbescheid.

Grad der Behinderung: 30 aufgrund einer Verhaltensstörung.

Moment? Verhaltensstörung?

Ja. Wir haben das Jahr 2017 und manch ein Versorgungsamt hat es scheinbar immer noch nicht begriffen, dass Autismus mitnichten eine Verhaltensstörung ist. Wenn dann bitte tiefgreifende Entwicklungsstörung. Wenn mein Verhalten gestört ist, dann liegt das eher an einer der Verdachtsdiagnosen, mit denen ich hier herum laufe. Nicht an meinem Autismus! Mal ganz abgesehen davon, dass es auch ziemlich fies ist einer Person, die versucht sich zu kontrollieren wo sie nur kann, an den Kopf zu knallen, dass ihr Verhalten gestört ist.

Und die 30. Leider ein Grad, der Autisten scheinbar zu gerne einfach Mal erteilt wird. Egal, wie stark die…

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Liebe Versorgungsämter…

Mein persönlicher Verlauf: Diagnose, angedacht 50 GdB -> Versorgungsamt ignoriert den Befund, zieht sich 30 GdB ausm Arsch -> Widerspruch -> abgelehnt, „geh doch klagen“. Nach dem Umzug probiere ich es dann nochmal, war jetzt das Versorgungsamt Sachsen.

Gedankenkarrussel

… ist euch eigentlich klar, was ihr mit den Menschen macht, wenn ihr sie mit GdB 30 abspeist, obwohl eigentlich klar ist, dass den Leuten mehr zusteht?
Einerseits denke ich, dass es doch gar nicht möglich ist, dass jemandem das so überhaupt gar nicht klar ist – andererseits würde ich mir wünschen, dass es euch nicht klar ist, denn ansonsten würde als Schluss nur noch übrig bleiben, dass euch Menschen vollkommen egal sind.

Ich finde es komplett daneben, dass ständig alles abgelehnt oder nur in geringem Umfang bewilligt wird in der Hoffnung, dass die meisten sich schon nicht wehren (können).

Ich habe schon beim Antrag und noch ausführlicher beim Widerspruch begründet, worin die Einschränkungen bestehen und wie diese zu den Kriterien in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen passen; auch habe ich meine Aussagen mit Verweisen auf die entsprechenden Stellen in Arztbriefen belegt. Allerdings frage ich mich irgendwie, ob das Schreiben überhaupt gelesen…

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Das muss ihr Kind noch (ertragen) lernen

„Kann ihr Kind nicht mal weniger eine Behinderung haben? Das ist ja echt störend, wenn man sich auf jemanden einstellen muss.“

Autismus - Keep calm and carry on

Nein – beziehungsweise in seinem eigenen Tempo.

Es gibt immer wieder Menschen, die mit meinen Kindern arbeiten, die versuchen durch „Provokation“ sie auf gewissen Ebenen weiter zu bringen.
Zum Teil überschreiten sie hierbei massiv ihre Grenzen.

Immer mal wieder geraten wir an „Fach“leute, die schon mit vielen verschiedenen autistischen Kindern gearbeitet haben und die ihre Erfahrungen aus den anderen Fällen auf unsere Kinder übertragen möchten.

Nur funktioniert das maximal zu 50%.

Denn, kennst Du einen Autisten kennst Du genau einen Autisten.
Ein Satz, der nicht oft genug wiederholt werden kann.

Nun habe ich ja vier AutistInnen. Was bei dem einen Kind funktioniert, hilft bei dem anderen Kind nicht nur nicht sondern verkehrt sich ins Gegenteil.

Seien es Entspannungsübungen oder die Art, wie der Rückzug aus belastenden Situationen aussieht.
Sei es die Herangehensweise wie man problematische Situationen aufdröselt oder wie man den Arbeitsplatz organisiert.
Wie löst man be- bzw…

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Limitations

Finally Knowing Me: An Autistic Life

Advice often seems
To tell me
To consider
„The positives“
And to focus on
What I
CAN
Do.

If I’m honest
This strategy
Isn’t always
Terribly helpful.

I’m perfectly well aware
Of my strengths
And achievements.
They’ve been pointed out to me
Many times
Over the years
(Because people seem to like
This sort of
„Feel good“
Stuff,
I think).

I don’t need this information
Again and again.
I already have it.

What I am finding
MUCH
MORE
HELPFUL

MUCH
MORE
HELPFUL

(Twice,
And capitals,
For emphasis)

Is to learn
What my
LIMITATIONS
Are.

I have been told
All my life
About working hard
And succeeding.

But the things
That I
CAN’T do
Have rarely been
Considered

Or have been ignored
Or have been thought
To be the result
Of me being lazy
Or wilful.

So,

I have continued
To blame myself
For my failures.

I have struggled
To learn…

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Empathy, Imagination and Autism

Autism and expectations

Some excellent work has been done on empathy and autism. Damian Milton’s ideas on The Double Empathy Problem are fascinating; recognising that it is as difficult for non-autistics to empathise with autistics, as it is for autistics to empathise with non-autistics.

It is finally being understood that many autistics don’t lack empathy, some may have more empathy than average, it’s just not shown in a non-autistic way. Autism doesn’t mean not feeling things deeply. It doesn’t mean not caring about others. We are not less human or less loving, we just show it in different ways.

The more time I spend on this Earth, the more I realise that true empathy needs an excellent imagination to go with it.

Growing up, people did not empathise with my sensory issues, because they could not imagine someone else feeling something they did not.

There have been times when friends have been…

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