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Inklusion, Förderschule, Halo-Effekt und andere Merkwürdigkeiten

Autismus - Keep calm and carry on

Das ich für vollumfängliche Inklusion bin, ist bekannt.
Genauso wie die Bloggerin Butterblumenland und die beiden Bloggerinnen von Zwischen Inklusion und Nixklusion. Auch auf dem Blog Inklusionsfakten findet man viel zum Thema.

Gestern las ich einen Blogbeitrag über Förderplanung und schrieb diesen Tweet

Wenn in der Förderplanung an einer Förderschule es für die Sonderpädagogin wichtiger ist, dass der/die SchülerIn Spülen und Abtrocknen lernt, weil das für eine eventuelle Wohngruppe von Bedeutung sein könnte, als das Fertigkeiten im Bereich Mathematik geübt werden, läuft was falsch. Es ist für mich nicht von Bedeutung, um welche Klassenstufe es geht und ob es „nur“ um Grundrechenarten oder um weiterführende Mathematik geht. Mathematik ist wichtig und diese zu lehren gehört zu den primären Aufgaben einer Schule. Spülen und Abtrocknen ist auch wichtig, gehört aber…

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„Was unterscheidet dich von mir?“

dasfotobus

Heute stellte mir jemand auf Twitter die Frage, was mich als Autisten von ihm als Nicht-Autisten eigentlich unterscheidet. Woran er einen Unterschied merken könnte.

Meine Antwort darauf:

Den Unterschied merkst du eher RL. Und das kann eben bei jedem Autisten anders sein.

Bei mir würdest du zum Beispiel merken, dass ich starke Abneigungen beim Essen habe, Probleme mit Geschmack/Geruch und Gefühl im Mund.
Vielleicht würdest du mich sehen, wie ich mit Schal oder Shirt vorm Gesicht an jemandem vorbeigehe, weil er zu stark nach Parfum, Deo, Haarspray riecht.
Du würdest vielleicht merken, dass ich Leute regelrecht zulabern kann, wenn mich ein Thema gerade begeistert, und ich dabei nicht merke, ob es überhaupt noch jemanden interessiert.
Vielleicht erlebst du aber auch mal einen mutistischen Moment…

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Würdest du den Autismus „ablegen“ wollen?

„Unsere „Welt“ ist nicht schlechter als eure – sie ist nur anders“

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

koellchen

Seit ich weiß, dass ich Autistin bin, stelle ich mir diese Frage hin und wieder. Davor fragte ich mich jahre-, jahrzehntelang, warum ich anders bin als „die anderen“. Warum es da einen für sie und auch für mich klar spürbaren Unterschied gibt. Seit ich darauf die Antwort habe, überlege ich, welchen Anteil an meiner Persönlichkeit der Autismus einnimmt. Oder umgekehrt: Wäre der Autismus nicht (mehr) vorhanden – wer und wie wäre ich dann? Selbstverständlich nicht in der Situation, mir diese Frage zu stellen. Oder sie gestellt zu bekommen wie andere Autisten häufig auch.

Dass die Möglichkeit, meinen „Zustand“ zu beenden, keine realistische ist, haben mir Jahrzehnte der versuchten und teilweise auch erfolgreichen Anpassung gezeigt. Und dennoch: Würde ich einen Schalter umlegen oder eine Pille schlucken, um den Autismus ablegen zu können wie ein Kleidungsstück? Schwierig, sehr schwierig, denn ich weiß nicht, was mich erwartet. Und genauso wenig kann ich sagen…

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Sind wir behindert?

Elodiylacurious

Vor einigen Tagen las ich auf Twitter folgendes

Vielleicht bin das nur ich, aber in mir krümmt sich jedes mal alles zusammen, wenn Autismus als Behinderung bezeichnet wird.

Nope. Nicht nur du.

Tatsächlich ist das eine Frage, die ähnlich wie der Krankheitsbegriff, beim Thema Autismus öfters auftaucht. Handelt es sich bei Autismus per se um eine Behinderung?

Von offizieller Seite, das heißt der Versorgungsmedizinverordnung, sieht es bezüglich Autismus wie folgt aus:
(GdS = Grad der Schädigungsfolgen. Mag hier nicht passend sein, doch für den GdB findet sich dieselbe Einteilung)

3.5.1 Tief greifende Entwicklungsstörungen (insbesondere frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom)
Bei tief greifenden Entwicklungsstörungen
– ohne soziale Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 10 – 20.
– mit leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 30 – 40.
– mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 50 – 70.
– mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 80 – 100.
Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen…

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Disability 101: Medical Model vs Social Model

Erin Human

Disability 101
Medical Model vs Social Model

[image of a question mark]
what is a „model“ of disability?
In this case, „model“ means a certain way of thinking about disability.
what is the Social Model of Disability?
To understand this concept, it’s useful to compare it to the „medical model“ of disability.

[table with Medical Model bullet points at left, vs Social Model bullet points at right]

Medical Model:
The person is disabled by the abnormalities and deficits of their own body and/or brain.
Social Model:
The person is disabled by their environment and its physical, attitudinal, communication, and social barriers.

Medical Model:
Disabled people are broken, abnormal, or damaged versions of human being and should be fixed, cured, and/or prevented.
Social Model:
Disabled people are normal, valid varieties of human being and should have equal rights and access to society, just as they are.

Medical Model:
Since the disabled…

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Nichts ohne uns über uns!

Das NT-Privileg.

Elodiylacurious

Und es geht weiter …

Natürlich handelt es sich hier um die Bloggerin von Autismus – Keep calm and carry on. Und wir sind auf Twitter häufiger in denselben Diskussionen beteiligt. Doch sie hat in diesem Strang [ausdrückliche Leseempfehlung!] ein Problem angesprochen, was speziell in den letzten Tagen gehäuft auftrat; Mit ihr sprach man. Mit uns Autisten nicht oder auf eine vollkommen andere Art und Weise. Auch wurden Reaktionen vollkommen verschieden bewertet, obwohl sie ähnlich ausfielen. Teilweise war ich es auch selbst, die einfach mal ignoriert wurde, oder der emotionales Verhalten unterstellt wurde.

Ein Beispiel [aus einer Diskussion in der es darum ging, dass Autisten _nicht_ zwingend einen höheren Hilfsbedarf haben als Asperger-Autisten und ebenfalls nicht zu 99.9% geistig behindert sind.]

[Ich]

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