Als ich auf der Schule war, waren „schwul“ und „behindert“ die beiden großen Schimpfworte und Ziele aller Witze. Ich kannte infolgedessen nicht eine Person in meiner Klasse, die schwul oder lesbisch war, obwohl statistisch gesehen bis zu zwei meiner Mitschüler eins davon hätten sein müssen. Warum nur haben die Witze über ihre Sexualität nicht zu ihrem Selbstbewusstsein beigetragen, wo sie doch so toll Aufmerksamkeit schaffen? *rolleyes*

Autismus - Keep calm and carry on

denn nur wenn wir Witze über ein Thema machen holen wir es aus der Tabuzone.“

Ist das wirklich so?

Warum ist zum Beispiel Autismus überhaupt ein Tabuthema?

In meiner Jugend war es noch gesellschaftlich akzeptiert Witze mit „Mongo“, „Spasti“ und anderem Unsinn zu „garnieren“. Das war auch relativ einfach, weil man ja meist Niemanden kannte der das Downsyndrom oder eine Spastik hatte. Die Kinder gingen auf Förderschulen, hübsch abgetrennt vom Rest der Welt und verschwanden dann oft in Behindertenwerkstätten.
Die Eltern zogen sich mit ihren Kindern, oft gezwungener Maßen, aus dem gesamtgesellschaftlichen Umfeld zurück und verschwanden in einer Parallelwelt. Ein behindertes Kind zu haben gereichte den Eltern nicht zur Ehre. Der historische Hintergrund spielt hierbei natürlich eine enorme Rolle und ist noch tief im (Unter)Bewusstsein der Allgemeinbevölkerung verankert.

Haben also die Witze über Behinderung hier aktiv geholfen diese Tabuzone zu durchbrechen? Oder dienten diese nur zur Abgrenzung von Andersartigkeit und…

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